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Ashwaganda-Supplementierung bei Endometriose

Pflanzenkraft als Entzündungshemmer

Ashwagandha Supplementation in Endometriosis

(C) Katarina Miljevic

Wie kann ein pflanzlicher Wirkstoff wie Ashwagandha entzündliche Prozesse, Stressreaktionen und Schmerzen bei Endometriose beeinflussen? Dieser Frage geht das Team der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie an der Medizinische Universität Wien im Detail nach. Ein aktuell gestartetes Forschungsprojekt wird dabei vom FWF unterstützt.

Endometriose betrifft etwa jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter und geht häufig mit starken Schmerzen, Müdigkeit und eingeschränkter Lebensqualität einher. Trotz verfügbarer Therapien bleiben viele Patientinnen weiterhin symptomatisch, weshalb zusätzlicher Behandlungsbedarf besteht. Zunehmende wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass chronische Entzündungsprozesse, Veränderungen im Immunsystem und erhöhte Stressreaktionen eine zentrale Rolle in der Entstehung und Aufrechterhaltung der Erkrankung spielen.

Das vorliegende Projekt untersucht, ob ein standardisierter Extrakt aus der Heilpflanze Ashwagandha diese Prozesse positiv beeinflussen kann. Ashwagandha ist für seine entzündungshemmenden, antioxidativen und stressmodulierenden Eigenschaften bekannt und könnte daher einen neuen unterstützenden Therapieansatz darstellen.

Im Rahmen einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie an der Medizinische Universität Wien werden Frauen mit Endometriose über 16 Wochen entweder mit Ashwagandha oder Placebo behandelt. Neben patientinnenberichteten Endpunkten wie Schmerz, Stress und Lebensqualität werden auch biologische Parameter wie Entzündungsmarker, Hormonspiegel und Immunzellaktivität analysiert.

“Die Idee zu dieser Studie entstand aus meiner eigenen Erfahrung: Ich habe Ashwagandha eine Zeit lang selbst eingenommen und dabei bemerkt, dass es meine Periodenschmerzen spürbar gelindert hat. Nach der Geburt meines Sohnes habe ich bewusst beschlossen, mich auf Frauengesundheitsthemen zu konzentrieren, die oft zu wenig Beachtung finden, und genau hier fügte sich diese Idee perfekt ein.”

Priv.-Doz. Mag.pharm. PhD Katarina Miljevic Projektleiter

Facts zum Projekt

Projektförderung: „FWF

Fördersumme: EUR 283.996,90